Event-Review: Stereo Naked & Schokoladen Saite

Den rund 70 anwesenden Gäste bot sich bei ihrer Ankunft schon ein beeindruckendes Bild auf unserer improvisierten Bühne.
Standen da doch neben einem E-Piano, Cajon, 2 Gitarren, einem Banjo und einer Violine gleich zwei Vertreter der größten Streichinstrumente – dem Kontrabass – auf der Bühne.
Dazu gesellten sich noch diverse Mikrofonständer … bei diesem Anblick stand dem ein oder anderen Gast eine gewisse Skepsis ins Gesicht geschrieben.

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob diese von der Frage „Wo sollen den da noch die Musiker noch hin?“ oder eher von „.. oh je, was erwartet mich den jetzt – und bin ich überhaupt richtig hier?“ getrieben wurde…

Dann war es soweit: „Schokoladen Saite“ – 4 junge Musiker, denen man sowohl die Vorfreude als auch etwas Nervosität ansah, betraten die Bühne und präsentierten in einem ca. 40-minütigen Set einen Querschnitt ihrer Songs, die alle selbst geschrieben wurden. Von Nervosität war spätestens dem ersten Lied und dem verdienten Applaus nichts mehr zu spüren und es war als Zuschauer toll mit anzusehen, mit welcher Spielfreude die vier anschließend agierten. Tolle Stimmen, nachdenklich stimmende Texte und schöne Kompositionen – das war schon eine reife Leistung, die Respekt verdiente und mit viel Applaus belohnt wurde.

Nach einer kurze Umbaupause betraten Julia Zech und Pierce Black die Bühne. Und sollte sich tatsächlich ein Voyeur aufgrund des Bandnamens „Stereo Naked“ an dem Abend in den Garden verirrt haben, so wurde dieser bitter enttäuscht – beide waren sittlich bekleidet…

Keine Enttäuschung hingegen war, was die beiden dann in sehr sympathische Art und Weise dem Publikum präsentierten.
Musik mit Banjo und Kontrabass die zwar unüberhörbar ihre Wurzeln im amerikanischen Folk und Country hat, aber trotzdem nicht wirklich in eine der üblichen „Schubladen“ passen will, so wie intelligente Texte mit zum Teil herrlichen Pointen. Das Ganze vorgetragen mit tollen Stimmen und viel Freude am spielen  – damit überzeugten die beiden letztendlich auch den letzten Skeptiker davon, an diesem Abend genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und mit den Songs ihrer neuen EP „Raketen und Rauch“ stellten sie eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre Musik auch sehr gut mit deuchen Texten funktioniert.

In Summe war das wieder einer dieser Events bei dem man das erlebte nur sehr schwer in Worte fassen kann – einfach ein toller Abend. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

Und wie mir viele Besucher nach dem Ende des Konzerts bestätigten: Wer das nicht live miterlebt hat, hat etwas verpasst…


Alle Bilder zu dieser Veranstalltung findet ihr << hier >>


Wie immer an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit, meinen Artikel zu kommentieren – würde mich sehr freuen, eure Meinung(en) zu dem Event zu lesen…

Falls Ihr mir das lieber persönlich sagen möchtet:
Am 11. Mai trefft ihr mich wieder in Sankt Goar – bei unserem nächsten Event „INSIDE“ Rebstock Garden.


Bis dahin
Dieter

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