Event-Review: Wolf & Moon

Wenn man jemand glauben möchte, den Traum – wie es gerne in etlichen Filmen, Büchern und Songtexten beschrieben wird –  eines „musikmachenden“, verliebten, reisenden Pärchens zu leben – dann Stefany und Dennis. Die Harmonie, Ruhe und Hoffnung, die die beiden auf der Bühne und in unserem obligatorischen Interview ausgestrahlt haben, spiegeln sich eins zu eins in ihrer Musik wieder.

Der Sound der beiden ist vollends harmonisch, melancholisch, doch nicht spannungslos. Selbst wenn die Songs schneller und mutiger werden – bis zum Zenit kommen sie nie. Sie transportieren eher die geballte Vorfreude darauf. Das ist zwar nicht störend, aber im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend… Diese bizarre Mischung aus Tatendrang und kompletter innerer Ruhe stellt auf jeden Fall was mit dem Zuhörer an. Was? Eine Mischung von Lust auf Abenteuer, seine Sachen zu packen und loszuwandern, Lust über den Sinn des Lebens zu philosophieren, Lust zu knutschen und Lust auf dem Bett sitzend alte Fotos anzuschauen. Alles auf einmal und alles sofort.

Anders als bei den beiden vielleicht erwartet, geht es nicht nur um das Reisen, unbändiges Fernweh und die Liebe. Dieses komische Gefühl vom Wachsen-Müssen, aber nicht genau zu wissen wohin, können sie auch ziemlich gut in Worte packen. Komischerweise geht es auch viel um zu Hause. Komisch, weil die beiden fast konstant auf Reisen sind. Sie brauchen das Reisen und die neuen Eindrücke nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Musik. Warum also ist zu Hause für sie so ein wichtiges Motiv? Vielleicht weil sie das einfach füreinander geworden sind? Das Stückchen Geborgenheit, das sie quasi immer dabeihaben. Das ist zwar ziemlich kitschig, aber auch schon wieder sehr harmonisch und pur. Und für mich bringt es wieder ein süßes, melancholisches Gefühl mit sich. Wie es wohl wäre, diese Musik ganz frisch verliebt zu hören? Da kann man doch eigentlich gar nicht anders als sich noch mehr zu verlieben, oder?

Für mich war es ein toller Abend und aufgrund der vielen positiven Stimmen nach dem Konzert gehe ich davon aus, das es euch genauso gut gefallen hat…

Bilder von dieser Veranstalltung findet ihr << hier >>


Wie immer an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit, meinen Artikel zu kommentieren – würde mich sehr freuen, eure Meinung(en) zu dem Event zu lesen…

Falls Ihr mir das lieber persönlich sagen möchtet:
Am 29. Dezember trefft ihr mich wieder in Sankt Goar – bei unserem nächsten Event INSIDE Rebstock Garden.


Bis dahin
Dieter

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