Exotische Sounds aus Wok-Schalen…

Die Geschichte einer „Blech-Klang-Skulptur“

Ebenso interessant und außergewöhnlich wie die von Archer & Tripp arrangierten Klangreisen deren zentrales Element das Pantam (Hang®) ist – ist die Geschichte rund um das Musik-Instrument selbst.

Die erste Pantam wurde im Jahr 2000 in der Schweiz von Felix Rohner und Sabina Schärer mit ihrer Firma PANart unter dem Namen Hang® gebaut. Das Instrument besteht aus zwei miteinander verklebten Halbkugelsegmenten aus gasnitrierten Stahlblech. Auf der oberen Halbschale befinden sich Klangfelder, die – ähnlich wie bei einer Steelpan – mit Hämmern ins Blech eingearbeitet sind.

Und obwohl erst wenige „Tage“ alt im Vergleich zu Instrumenten wie z.B. E-Gitarre, Synthesizer oder gar frühzeitlichen Zupf-, Schlag- oder Blasinstrumente – existieren schon viele unterschiedliche Varianten des Pantam. Sie unterscheiden sich zum einem durch das Klangspektrum zum andern aber auch durch unterschiedliche Philosophien, die entweder mit dem Ziel ein mathematisch exaktes Frequenzverhältnis zu erreichen oder durch bewusstes Verstimmen von Teiltönen ein ganz eigenen Sound zu kreieren.

Die Pantam ist ein sehr junges Instrument, daher gibt es auch keine „Schubladen“ in die man es packen könnte – hier hat der Künstler der dieses Instrument beherrscht noch alle musikalischen Freiheiten den Zuhörer mit dem wundervollen Klang des Pantam zu begeistern.

Hätte es das Instrument Anfang der 1970er schon gegeben – als Mike Oldfield mit „Tubular Bells“ ein stilprägendes Werk des Progressive Rock veröffentlichte – es hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Platz auf dem Album gefunden.

Also – wer sich von dem ungewöhnlichen Klangspektrum diese Instrumentes verzaubern lassen möchte, sollte den Termin mit Archer & Tripp keinesfalls verpassen. Eine solche Gelegenheit, dargeboten von einem Duo welches ihr  – im wahrsten Sinne des Wortes –  „Kunst – Handwerk“ perfekt beherscht, wird sich wohl so schnell kein zweites mal bieten…