Event-Review: FEE. & Nina Seipel

Begonnen hatte der Abend mit einem „Lockruf“ der mittels eines Holzblasinstruments  von Nina initiiert wurde.
Ja richtig gelesen – Holzblasinstrument!  Der Ton entsteht beim Saxophon durch ein einzelnes schwingendes Rohrblatt (wie z. B. auch bei der Klarinette). Deswegen zählt das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten und nicht, wie sich aufgrund des Korpus-Materials vermuten ließe, zu den Blechblasinstrumenten.

Diese und viele weitere interessante Informationen rund um das Thema Saxophon vermittelte Nina Seipel dann in den darauffolgenden 30 Minuten.  Gleich vier (4) verschiedene  Saxophone hatte Sie im Gepäck  (Bariton, Tenor, Alt und Sopran)  und improvisierte auf jedem Instrument ein kleines Stück aus dem Repertoire ihrer Aktivitäten im Rahmen verschiedener Bigbands.

Gänsehaut,  trotz hochsommerlichen Temperaturen – die hatte ich dann als Nina das Saxophon-Solo von „Your latest Trick“ (Dire Straits) spielte.
Und das, obwohl ich erst 3 Tage vorher angefragt hatte, ob Sie das Stück kenne und ich die Antwort erhalten habe: „Nein , aber wenn Du die Noten besorgen könntest…“

Nina – an dieser Stelle „Hut ab“ vor dieser tollen Leistung und vielen Dank für das mitnehmen auf eine kurze Reise durch „deine“ Welt der Saxophone.


Nach einer kurzen Umbaupause betrat dann FEE. die improvisierte Bühne  – und zog die anwesenden Gäste in Ihren Bann…

Singer- / Songwriterin mit Gitarre, macht deutsche Texte …“  das waren die Informationen  für all diejenigen, die FEE. vor ihrem Konzert in St. Goar noch nicht kannten –  „Von FEE. wird man in den kommenden Jahren noch einiges hören – da bin ich sicher…“ das war ein Satz den ich nach dem Konzert  so oder so ähnlich von vielen gehört habe.

Ja, auch ich würde mir wünschen das Sie ihr Weg den sie musikalisch eingeschlagen hat, zum verdienten Erfolg führen wird.

Ihre Texte –  nicht kitschig, sondern authentisch –  melodisch, nachdenklich und manchmal einfach nur natürlich, erfüllen keins der der gängigen Klischees zwischen Deutsch-Rock à la Juli, Silbermond oder deutschsprachigem Soul-Pop. Dann schon lieber mal ein unverhofftes Velvet Underground-Zitat.
Ihre Stimme strahlt Melancholie und Lässigkeit zugleich aus, Nachdenklichkeit und Abenteuerlust. Die Geschichten, die FEE. erzählt  sind so alltäglich wie der Titel ihres Albums  „Ein Zimmer Küche Bad“ und in ihren schwerelosen Texten reimen sich dann ganz poetisch Orchideen auf Ideen. Eine erfrischend andere Art der Sinnsuche in Worten und Tönen.

All das wurde dargeboten von einer Künstlerin die so natürlich rüberkommt , dass man nach ein paar Minuten das Gefühl hat, man würde sich schon ewig kennen … und ihr  genau deshalb jede Geschichtes – jedes Wort – welches Sie singt, glauben möchte.

Liebe FEE. – Vielen Dank für diesen tollen Abend!

 


Wie immer an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit, meinen Artikel zu kommentieren – würde mich sehr freuen, euren Eindruck / Meinung zu dem Event zu lesen…

Falls Ihr mir eure Meinung lieber persönlich sagen möchtet:
Am 20. Oktober, nach unserer Sommerpause,  trefft ihr mich wieder in Sankt Goar – bei unserem nächsten Event im Rebstock Garden.


Bis dahin

Dieter